Letzte Einsätze

09.05.2018  
LKW-Brand
07.05.2018  
Ausgelöster Rauchmelder
30.04.2018  
Brandsicherheitswache

Anmeldung

Chronik von 2001 bis Heute

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben (Jahre 2001 - Heute)

Ab dem Jahr 2001 ist die Geschichte der Feuerwehr Hohendodeleben sehr gut dokumentiert. So ist zum Beispiel vollständig nachvollziehbar, wie viele Einsätze die Kameraden abzuleisten hatten und welche dabei von besonderer Bedeutung waren.

Jahr Einsätze
2001 wird ergänzt
2002 wird ergänzt
2003 wird ergänzt
2004 wird ergänzt
2005 6
2006 24
2007 22
2008 12
2009 8
2010 10
2011  
2012  
2013 17

Tabelle 1: Einsatzzahlen 2001 – Heute



Das Jahr 2006 ist geprägt von mehreren Großereignissen, die sich entweder zahlreich oder sehr zeitintensiv präsentierten. Zuvor starker Bodenfrost und anschließendes Tauwetter mit stärkeren Regenfällen forderten von der Feuerwehr einiges ab. So gab es vom 18.01.2006 bis hin zum 10.03.2006 acht Einsätze in denen das Können in der Hochwasserbekämpfung bewiesen werden musste. Das Autohaus Perski in unserer Gemeinde forderte uns zu jedem der acht Einsätze an, da hier das gesamte Tau- und Regenwasser der Ackerflächen aus Richtung Schleibnitz über das Grundstück lief und von den vorhandenen Regenwasseranlagen nicht aufgenommen wurden konnte.




Abb.1: Hochwasser auf dem Gelände des Autohauses Perski



Weiterhin gab es einen Einsatz am 22.09.2006 in der Stadt Wanzleben, der ein Großaufgebot an Feuerwehreinheiten forderte. In einer Linkskurve verlor ein Laster, beladen mit 15.000 L Heizöl, die Hinterachse seines Aufliegers. Diese bohrte sich dann durch die Außenwand des Tanks und ermöglichte so dem Heizöl den freien Weg auf die Straße, in die Regenwassereinläufe und sogar in die Sarre. Bei diesem Einsatz wurden wir dazu eingesetzt, die Regenwassereinläufe in die Sarre abzudichten, einen provisorischen Damm zusammen mit der Feuerwehr Domersleben zu errichten und anschließend das Öl aus dem Regenwasserrückhaltebecken mit Hilfe eines Spezialfahrzeuges abzupumpen. Nach gut acht Stunden harter Arbeit und einem kurzen Auftritt im MDR konnten wir unsere Heimreise antreten. Der nächste große Einsatz ließ nicht lange auf sich warten. Am 12.11.2006 bemerkte ein Kamerad, der grad mit seinem Privat-PKW aus Wanzleben gekommen ist, dass es in der Kompostieranlage an den Windrädern brannte. Daraufhin gab es um 01:38 Uhr einen Alarm für die Feuerwehren Hohendodeleben, Domersleben und Klein Rodensleben. Die drei anrückenden Feuerwehren sahen sich einem Großbrand gegenüber, der nur mit massiven Wasser- und Technikeinsatz gelöscht werden konnte. So wurden drei Wasserwerfer, zwei C-Rohre und die Drehleiter der Feuerwehr Wanzleben in Stellung gebracht, um die Flammen zu stoppen. Wir konnten durch unsere Maßnahmen ein Großteil des Kompostiergutes, sowie eine Windkraftanlage und eine mehrere zehntausende Euro teure Sortiermaschine vor den Flammen retten. Insgesamt kamen bis zum Montagabend fünf Feuerwehren mit neun Fahrzeugen zum Einsatz.

Das Jahr 2007 wird als stürmisches Jahr in den Köpfen der Kameraden bleiben. Durch viele Vorwarnungen des Deutschen Wetterdienstes, der für den 18.01.2007 und 19.01.2007 eine Warnung vor extremen Unwetter vorhersagt, waren wir bestens auf den bevorstehenden Orkan „Kyrill“ vorbereitet. Gegen 18:20 Uhr am 18.01. fiel im gesamten Ort der Strom aus. Kurz darauf begann eine sehr ereignis- und einsatzreiche Nacht in und um Hohendodeleben. Um 18:30 Uhr wurden wir zu einem Giebeleinsturz in Groß Rodensleben alarmiert. Dieser Giebel hatte den Sturmböen nachgegeben und vier Menschen unter sich begraben. Wir entschieden uns aufgrund des Sturms nur mit dem TSF-W nach Groß Rodensleben zu fahren, um den Ort weiterhin absichern zu können. Unter dem Giebel konnten drei Personen lebend gerettet werden, jedoch kam für eine Person jede Hilfe zu spät. In Hohendodeleben brach anschließend das Chaos aus. Bis in die Morgenstunden des 19.01.2007 hatten wir 13 Einsätze abzuarbeiten, bei denen Bäume umgestüzt oder gar ganze Dächer abgehoben sind. Selbst die Landeshauptstadt Magdeburg ersuchte unsere Hilfe, jedoch war es uns nicht möglich dieses Hilfeersuchen zu erwiedern, da der Verkehrsweg nach Magdeburg aufgrund umgestürzter Starkstrommasten behindert war. Das Jahr 2007 ging relativ ruhig, mit mehreren Ölspuren und drei Bränden zu Ende.



Abb.2: Abgedecktes Scheunendach liegt in der Straße „Hinter den Gärten“


Im Jahr 2008 ging die Anzahl der Einsätze auf zwölf zurück. Was jedoch nicht bedeutet, dass sie weniger ereignisreich waren. Seit langem hatten wir es in diesem Jahr wieder mit Verkehrsunfällen zu tun. Bereits am 04.01.2008 gab es den ersten, relativ glimpflichen, Unfall auf der Kreisstraße nach Domersleben. Hier verlor ein PKW-Fahrer die Kontrolle über sein Auto und prallte seitlich gegen einen Baum. Bilanz des Unfalls: ein Totalschaden, eine leichtverletzte und eine bewusstlose Person. Zu unserer Jahreshauptversammlung am 29.02. folgte dann der nächste Einsatz. Ein aus Domersleben kommender PKW übersah einen auf der Straße parkenden LKW und prallte in dessen Heck. Der PKW steckte bis zur Frontscheibe unter dem Auflieger und der Fahrer hatte wahrlich einen Schutzengel, dass er nicht schneller war und somit unverletzt blieb. Den tragischen Höhepunkt der Unfälle setzte ein Bürger Hohendodelebens, der am 20.04.2008 einen folgenschweren Unfall hatte. Er kam aus Richtung Hohendodeleben und war nach Domersleben unterwegs. In einer Kurve verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte mit dem Dach voran gegen einen Baum. Aufgrund der starken Verformungen des PKW gelang es uns nur mit größter Mühe und einer längeren Zeit die Person zu befreien. Der Rettungsdienst startete sofort mit der Reanimierung, jedoch verstarb der Fahrer im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.



Abb.3: Einsatzkräfte kämpfen um das Leben des verunfallten am 20.04.2008


Über das Jahr 2009 gibt es nicht viel zu berichten. Nach drei sehr ereignisreichen Jahren, waren im Jahr 2009 nur fünf Ölspuren, zwei Brandsicherheitswachen und eine Einstzübung zu absolvieren. Somit hatten wir mal wieder Gelegenheit zum Aufatmen.

2010 wurde im Bereich der Organisation der Feuerwehr ein sehr unruhiges Jahr. Das Bundesland Sachsen-Anhalt führt eine Gebietsreform durch, im Zuge derer aus vielen kleinen Gemeinden mehrere große werden sollten. So wurde aus unserer Gemeinde ein Ortsteil der Stadt Wanzleben und es wurde die Einheitsgemeinde „Stadt Wanzleben – Börde“ am 01.01.2010 gegründet. Auch wir waren nun als Feuerwehr nicht mehr eigenständig und schlossen uns mit 12 weiteren Feuerwehren zusammen. Die Wehrleitung der Feuerwehr Hohendodeleben blieb jedoch bestehen, wurde aber der Stadtwehrleitung untergeordnet. Als Stadtwehrleiter wurde Kamerad Burkhard Wegner gewählt. Er bekam drei Stellvertreter an seine Seite gestellt, die Kameraden Sven Nevermann aus Wanzleben, Andreas Uhde aus Remkersleben und Sven Drebenstedt aus Hohendodeleben. Die nun bestehende Ortsfeuerwehr Hohendodeleben entwickelte sich in Sachen Fahrzeugtechnik weiter und schaffte ein Löschfahrzeug vom Typ LF 20/16 im Wert von 244.000 Euro an. Dieses lang ersehnte Fahrzeuge war das Ergebnis jahrelanger Arbeit vieler Kameraden, der Gemeinde Hohendodelebens und des Bürgermeisters Wolf-Burkhard Bach. Durch dieses Fahrzeug sollen die beiden Fahrzeuge MTF (LO) und das TLF 15 ersetzt werden. Einsatztechnisch verlief das Jahr 2010 ähnlich ruhig wie 2009. Die Region hatte jedoch am Anfang, sowie am Ende des Jahres mit Schneemengen von bis zu einem halben Meter und starken Schneeverwehungen zu kämpfen. Auch wir kamen hier zum Einsatz, indem wir ein Dach von Schnee freiräumten, Äste entfernten, die von Bäumen abzubrechen drohten und einige PKW aus den Schneemassen befreiten. Auch unser erster Einsatz auf der Autobahn A14 erfolgte in 2010, als wir alarmiert wurden, einen Böschungsbrand zu löschen.



Abb.5: Gruppenfoto bei der Fahrzeugabholung, v.l.n.r Marcus Drebenstedt, Günter Stolz, Herr Barlösius (Iveco), Siegfried Drebenstedt, Wehrleiter Jörg Drebenstedt, Herr Jenna (Iveco), Sven Adler, Herr Lange (Iveco) und kniend Sven Drebenstedt


Abb.4: Kameraden der Feuerwehr Magdeburg-Ottersleben beim Löschen des Böschungsbrandes an der A14

Chronik von 1976 bis 2000

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben (Jahre 1976 - 2000)

„Viele Kameraden erinnern sich gern an die jährlich stattfindenen Kameradschaftsabende und an die Ausflüge, die von der Feuerwehr organisiert wurden. Als besonderer Höhepunkt muss dabei wohl die Feier zum 100jährigen Bestehen der Feuerwehr im Jahre 1981 genannt werden. Es wurde ein dreitägiges Fest organisiert auf dem ein Festumzug stattfand, bei dem auch historische  Feuerwehrtechnik und historische Uniformen gezeigt wurden. Auf dem Sportplatz fanden Ausscheidungswettkämpfe des damaligen Wirkungsbereiches Wanzleben in den Disziplinen: „Löschangriff“, „Staffel“ und „Hindernisbahn“ statt. Zum 100jährigen Bestehen erhielt die Feuerwehr ihr erstes Löschfahrzeug. Es war ein TLF mit einem Löschwassertank von 2000 l. Dieses Fahrzeug war bereits 25 Jahre alt und wurde der Wehr von der damaligen ZBO „Eierproduktion“ zur Verfügung gestellt. Ein Jahr später übergab der Kreis Wanzleben der Feuerwehr einen Robour LO 2000 A. Das „A“ stand für Armeeausführung. Dieses Fahrzeug diente als Vorspannfahrzeug für die Feldküche des Katastrophenschutzes.


Abb.1: Gruppenfoto zum 100-jährigen Bestehen im Jahr 1981, hintere Reihe von links: Hans Georg Hassmann, Peter Lierse, Hans-Helmut Reimer, Jörg Drebenstedt, Wolfgang Liebig, Thomas Weißmaier, Hans Koska, Wolfram Döring, Günther Stolz, Dirk Denecke, Dietmar Peters, Hartmut Ritter, Waldemar Reimer, Gerhard Dilbat, Karl Köhler, Günther Reimer, Rainer Berendt, Rudi Reimer, Waldemar Rademacher, Werner Hühn, Eberhard Gent, Klaus Mensing, Eckhard Wallstab, Siegfried Drebenstedt, Günther Kuthe, Heinz Sudhoff, vorn: Rudolf Lindner, Kurt-Werner Berkling, Eberhard Foehr, Heinz Brecht, Klaus-Peter Drebenstedt, Helmut Buschies, Hans-Eckardt Bollmann, Erwin Wachsmann, Otto Wendlandt

Im Jahre 1982 wurde die erste Frauengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben ins Leben gerufen. Die Gruppe widmete sich vorwiegend dem vorbeugenden Brandschutz. Ihr gehörten neun Kameradinnen an. Die Frauengruppe bestand noch bis Ende des 20. Jahrhunderts. Allerdings änderte sich das Aufgabengebiet, da der vorbeugende Brandschutz keine primäre Aufgabe der Feuerwehren mehr war.

In den 80er Jahren gab es mehrere Strohdiemenbrände, die auf Brandstiftung zurückzuführen sind und einen Wohnungsbrand bei Familie Ludwig in der Langenweddinger Straße.“ [2]

Im Jahr 1987 nahm unsere Feuerwehr aktiv an den Festlichkeiten zum 1050jährigen Bestehen des Ortes Hohendodeleben teil und gestaltete den Umzug mit.


Abb. 2: Zeigt die Kameraden und Kameradinnen beim Festumzug durch den Ort, Mitte: Frauengruppe, Links: aktive Einsatzabteilung


Abb. 3: v.l.n.r.: Rainer Behrend, Dietmar Peters, Thorsten Foehr, Hartmut Ritter, Helmut Buschies, Günther Stolz, Günter Bollmann, Klaus Mensing, Bernd Böhmer, Siegfried Drebenstedt, im Hintergrund rechts: Groß Rodensleber Pferdespritze


Abb. 4: v.l.n.r.: Doretta Büchner, Otto Wendlandt, Angela Skiba, Eckardt Bollmann, Günther Stolz (2. Reihe), Rudolf Lindner, Ursula Ritter, Thorsten Foehr, Günter Bollmann, Dietmar Peters, Bernd Böhmer, Rainer Behrend, ..., Andrea Drebenstedt, ..., Heinz Brecht, ..., Gislind Lindner

„Mit der politischen Wende der DDR veränderten sich auch die Feuerwehren. Die Gemeinden sind wieder allein für ihre Feuerwehren verantwortlich und vom Gesetz her verpflichtet, eine Feuerwehr zu unterhalten und auszurüsten. Außerdem gab es gravierende Änderungen der Struktur und Organisation der Feuerwehren. Die Feuerwehr Hohendodeleben gehörte nun zum Unterabschnitt der Verwaltungsgemeinschaft Sarretal und damit zum Abschnitt II des Bördekreises.

Im August 1990 kam es zu einem Weizenfeldbrand zwischen Sportplatz und Kleingartenanlage am Stemmer Weg (Langenweddinger Straße). Aufkommender Wind trieb das Feuer in Richtung Dorf. Durch den Einsatz der Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers verhindert werden.

1993 wurde die Jugendfeuerwehr Hohendodeleben gegründet. Mehrere junge Kameraden fanden so den Weg in die aktive Wehr und konnten ihr Können bereits bei Einsätzen unter Beweis stellen. In der Silvesternacht 1993/94 brannte eine Wohnung in der Gartenstraße.

Da sich die Verkehrssituation in den neuen Ländern änderte, rückte auch die Feuerwehr immer häufiger zu Hilfeleistungseinsätzen aus. Ölspuren und deren Beseitigung prägten das Einsatzgeschehen.

In den Jahren nach der Wende wurden große Anstrengungen seitens der Wehrleitung und der Gemeinde unternommen, um die technische Ausstattung und die Schutzausrüstung der Kameraden der Wehr wesentlich zu verbessern. So konnte zum ersten Mal ein fabrikneues und modernes Tragkraftspritzenfahrzeug - Wasser (TSF-W) angeschafft werden, welches im April 1995 offiziell übergeben wurde.

In Folge des schweren Gefahrgutunfalls der Bahn im Juni 1996 in Schönebeck wurde die Feuerwehr Hohendodeleben ebenfalls eingesetzt. Die Feuerwehr erhielt für ihren Einsatz die Ehrenurkunde des Innenministers des Landes Sachsen-Anhalts. Einen Einsatz der anderen Art musste die Feuerwehr im Juli 1996 bewältigen. Die Bergung von drei Milchkühen, die auf dem Gelände der Bördefrucht GmbH in einen Güllebehälter eingebrochen waren, konnte mit Unterstützung der Firma Kehse realisiert werden.

Die technische Ausstattung der Feuerwehr ermöglicht ebenfalls Hilfeleistungseinsätze nach Verkehrsunfällen. Eingeklemmte Personen können mit den Mitteln der Feuerwehr schnell befreit werden.“ [2]

Quellen:
[2] Jörg Drebenstedt, „Festschrift zum 115jährigen Bestehen der Freiweilligen Feuerwehr Hohendodeleben“, 1996

Chronik von 1951 bis 1975

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben (Jahre 1951 - 1975)

„Trotz der milderen Umstände der Bekleidung gelang es dem langjährigem Wehrleiter Gerhard Dilbat, der über 35 Jahre an der Spitze der Wehr stand und diese Wehr stark prägte, eine schlagkräftige Truppe aufzubauen, die besonders Ende der 50er Jahre und in den 60er Jahren große Erfolge im Feuerwehrsport erzielte, bis zu den Bezirksausscheiden des Bezieks Magdeburg vordrang und dort beachtliche Ergebnisse erzielte.

Nach einem Unwetter 1956, welches mit sehr viel Regen über Hohendodeleben niederging, stand das ganze Mitteldorf unter Wasser. Schweine, Rinder und Pferde mussten aus den Ställen gerettet werden. Einige Schweine, so wird berichtet, befreiten sich selbst und schwammen durch den Milchgang (bei Dittmar). In den nächsten Jahren gingen die Einsatzzahlen stark zurück.

Im Jahr 1956 feiert die Wehr ihr 75jähriges Bestehen.


Abb. 1: Gruppenfoto zum 75jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben im Jahr 1956, v.l.n.r.: Siegfried Drebenstedt, Heinz Grüne, Günther Rodenberg, Gerd Müller, Rudi Reimer, ..., ..., ...

In den Jahren der DDR gab es immer wieder Versuche den neutralen Charakter der Feuerwehren durch politische Schulungen zu verändern, die von den Mitarbeitern des „Rat des Kreises“ durchgesetzt und kontrolliert wurden. Darüber hinaus wollte man die Kräfte der Feuerwehren nutzen, um bestimmte politische und wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Von Kamerad Dilbat wurde berichtet, dass er auf einer Wehrleitertagung des Kreises eine öffentliche Maßregelung erhielt, da er sich geweigert hat mit seinen Kameraden an einem Arbeitseinsatz zum Einbringen der Kartoffelernte teilzunehmen. Besonders in den Ernteperioden wurden die Kameraden verpflichtet, die Einhaltung von staatlich verordneten Brandschutzmaßnahmen in den landwirtschaftlichen Betrieben zu kontrollieren. Auch private Haushalte mussten von den Kameraden besucht werden, um die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen zu untersuchen. Trotz dieser staatlichen Beeinflussung wurde aber besonders die Geselligkeit und Kameradschaft unter den Kameaden gepflegt.“ [2]


Abb. 2: Wettkampfgruppe vor dem ehemaligem Gerätehaus (heute Schulungsraum), vermutlich aus den 60er Jahren, v.l.n.r.: Waldemar Rademacher, Siegfried Drebenstedt, Eberhardt Foehr, Karl Köhler, Erwin Wachsmann, ..., Gerd Müller, Herbert Mersch, kniend: Gerd Reimer, Gerhard Dilbat


Abb. 3: Foto am Sportplatz, v.l.n.r.: Heinz Grüne, Otto Wendlandt, Eckardt Bollmann, Gerd Reimer, Eberhardt Foehr, ..., ..., ..., Bernd Böhmer, Gerhard Dilbat


Abb. 4: Foto vor dem Gerätehaus in der Mittelstraße, v.l.n.r: Rudi Reimer, ..., Siegfried Drebenstedt, Otto Wendlandt, ..., Gerhard Dilbat, Karl Köhler

Quellen:
[2] Jörg Drebenstedt, „Festschrift zum 115jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben“, 1996

Chronik von 1926 bis 1950

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben (Jahre 1926-1950)

Am 14.05.1931 kann die Feuerwehr letztendlich ihr 50jähriges Bestehen feiern. Zu diesem Festtag führt sie einen Löschangriff am Grundstück Karl Wilke, Magdeburger Tor 1, durch. Einen Tag später, am 15.05.1931, fand das 22. Feuerwehrkreisverbandsfest in Hohendodeleben statt, zu dem unsere Feuerwehr eine Schulübung und eine Angriffsübung vorführte. Ebenso gab es einen Umzug durch den Ort. „Ebenfalls im Jahr 1931 bekam die Feuerwehr ihre erste Motorspritze“ [2]

Abb.1: Motorspritze aus dem Jahr 1930 Ort: ehemalige Welle am Bäckerteich

„Während des Zweiten Weltkrieges sind viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zum aktiven Wehrdienst eingezogen. Um weiterhin einen Brandschutz im Ort zu gewährleisten, wird die Hitlerjugend zu diesem Dienst verpflichtet.“ [1] „Nach den Bombenangriffen auf Braunschweig, Hannover und Magdeburg wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Hohendodeleben dort eingesetzt.“ [2] „Nach Beendigung des Krieges beginnt am 17.09.1947 eine Serie von Bränden im Ort“ [1], „welche vermutlich auf Brandstiftung zurückzuführen sind.“ [2] „Als erstes fällt an diesem Tag die Scheune des Landwirts Lampe dem Feuer zum Opfer. Als nächstes brennt die Scheune des Bauern Besecke in der Matthissonstraße 31, und danach brennt die Scheune des Landwirts Gustav Riecke“ (am Bäckerteich) „in der Mittelstraße 5 lichterloh. Alle Scheunen brennen vollständig ab. Durch die Feuerwehr ist nichts zu retten. Die Ursache wird nie ermittelt. Es wird Brandstiftung vermutet. Auch in Niederndodeleben fallen in dieser Zeit einige Scheunen den Flammen zum Opfer. Unsere Wehr nimmt an den Löscharbeiten teil.“ [1]

„Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkten sich die politischen Veränderungen im Ostteil Deutschlands auch auf die Strukturen der Feuerwehren aus. So wurden die Feuerwehren mit Technik und Einsatzbekleidung nun vom Kreis ausgestattet, was dazu führte, dass die Hohendodeleber Wehr bis Anfang der 80er Jahre auf die Vorspanndienste der damaligen LPG angewiesen war, um die Technik zum Einsatzort zu bringen. Die Schutzbekleidung entsprach in dieser Zeit sicher auch nicht den Erfordernissen eines effektiven Unfallschutzes.“ [2]

Quellen:
[1] Anneliese Kups, Rosemarie Kretschmer, Margit Vogel und Erich Müller, „Chronik Hohendodeleben“, 25.10.2008
[2] Jörg Drebenstetd, „Festschrift zum 115jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben“, 1996