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Chronik von 1951 bis 1975

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben (Jahre 1951 - 1975)

„Trotz der milderen Umstände der Bekleidung gelang es dem langjährigem Wehrleiter Gerhard Dilbat, der über 35 Jahre an der Spitze der Wehr stand und diese Wehr stark prägte, eine schlagkräftige Truppe aufzubauen, die besonders Ende der 50er Jahre und in den 60er Jahren große Erfolge im Feuerwehrsport erzielte, bis zu den Bezirksausscheiden des Bezieks Magdeburg vordrang und dort beachtliche Ergebnisse erzielte.

Nach einem Unwetter 1956, welches mit sehr viel Regen über Hohendodeleben niederging, stand das ganze Mitteldorf unter Wasser. Schweine, Rinder und Pferde mussten aus den Ställen gerettet werden. Einige Schweine, so wird berichtet, befreiten sich selbst und schwammen durch den Milchgang (bei Dittmar). In den nächsten Jahren gingen die Einsatzzahlen stark zurück.

Im Jahr 1956 feiert die Wehr ihr 75jähriges Bestehen.


Abb. 1: Gruppenfoto zum 75jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben im Jahr 1956, v.l.n.r.: Siegfried Drebenstedt, Heinz Grüne, Günther Rodenberg, Gerd Müller, Rudi Reimer, ..., ..., ...

In den Jahren der DDR gab es immer wieder Versuche den neutralen Charakter der Feuerwehren durch politische Schulungen zu verändern, die von den Mitarbeitern des „Rat des Kreises“ durchgesetzt und kontrolliert wurden. Darüber hinaus wollte man die Kräfte der Feuerwehren nutzen, um bestimmte politische und wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Von Kamerad Dilbat wurde berichtet, dass er auf einer Wehrleitertagung des Kreises eine öffentliche Maßregelung erhielt, da er sich geweigert hat mit seinen Kameraden an einem Arbeitseinsatz zum Einbringen der Kartoffelernte teilzunehmen. Besonders in den Ernteperioden wurden die Kameraden verpflichtet, die Einhaltung von staatlich verordneten Brandschutzmaßnahmen in den landwirtschaftlichen Betrieben zu kontrollieren. Auch private Haushalte mussten von den Kameraden besucht werden, um die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen zu untersuchen. Trotz dieser staatlichen Beeinflussung wurde aber besonders die Geselligkeit und Kameradschaft unter den Kameaden gepflegt.“ [2]


Abb. 2: Wettkampfgruppe vor dem ehemaligem Gerätehaus (heute Schulungsraum), vermutlich aus den 60er Jahren, v.l.n.r.: Waldemar Rademacher, Siegfried Drebenstedt, Eberhardt Foehr, Karl Köhler, Erwin Wachsmann, ..., Gerd Müller, Herbert Mersch, kniend: Gerd Reimer, Gerhard Dilbat


Abb. 3: Foto am Sportplatz, v.l.n.r.: Heinz Grüne, Otto Wendlandt, Eckardt Bollmann, Gerd Reimer, Eberhardt Foehr, ..., ..., ..., Bernd Böhmer, Gerhard Dilbat


Abb. 4: Foto vor dem Gerätehaus in der Mittelstraße, v.l.n.r: Rudi Reimer, ..., Siegfried Drebenstedt, Otto Wendlandt, ..., Gerhard Dilbat, Karl Köhler

Quellen:
[2] Jörg Drebenstedt, „Festschrift zum 115jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben“, 1996