Letzte Einsätze

09.05.2018  
LKW-Brand
07.05.2018  
Ausgelöster Rauchmelder
30.04.2018  
Brandsicherheitswache

Anmeldung

Chronik von 1976 bis 2000

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben (Jahre 1976 - 2000)

„Viele Kameraden erinnern sich gern an die jährlich stattfindenen Kameradschaftsabende und an die Ausflüge, die von der Feuerwehr organisiert wurden. Als besonderer Höhepunkt muss dabei wohl die Feier zum 100jährigen Bestehen der Feuerwehr im Jahre 1981 genannt werden. Es wurde ein dreitägiges Fest organisiert auf dem ein Festumzug stattfand, bei dem auch historische  Feuerwehrtechnik und historische Uniformen gezeigt wurden. Auf dem Sportplatz fanden Ausscheidungswettkämpfe des damaligen Wirkungsbereiches Wanzleben in den Disziplinen: „Löschangriff“, „Staffel“ und „Hindernisbahn“ statt. Zum 100jährigen Bestehen erhielt die Feuerwehr ihr erstes Löschfahrzeug. Es war ein TLF mit einem Löschwassertank von 2000 l. Dieses Fahrzeug war bereits 25 Jahre alt und wurde der Wehr von der damaligen ZBO „Eierproduktion“ zur Verfügung gestellt. Ein Jahr später übergab der Kreis Wanzleben der Feuerwehr einen Robour LO 2000 A. Das „A“ stand für Armeeausführung. Dieses Fahrzeug diente als Vorspannfahrzeug für die Feldküche des Katastrophenschutzes.


Abb.1: Gruppenfoto zum 100-jährigen Bestehen im Jahr 1981, hintere Reihe von links: Hans Georg Hassmann, Peter Lierse, Hans-Helmut Reimer, Jörg Drebenstedt, Wolfgang Liebig, Thomas Weißmaier, Hans Koska, Wolfram Döring, Günther Stolz, Dirk Denecke, Dietmar Peters, Hartmut Ritter, Waldemar Reimer, Gerhard Dilbat, Karl Köhler, Günther Reimer, Rainer Berendt, Rudi Reimer, Waldemar Rademacher, Werner Hühn, Eberhard Gent, Klaus Mensing, Eckhard Wallstab, Siegfried Drebenstedt, Günther Kuthe, Heinz Sudhoff, vorn: Rudolf Lindner, Kurt-Werner Berkling, Eberhard Foehr, Heinz Brecht, Klaus-Peter Drebenstedt, Helmut Buschies, Hans-Eckardt Bollmann, Erwin Wachsmann, Otto Wendlandt

Im Jahre 1982 wurde die erste Frauengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben ins Leben gerufen. Die Gruppe widmete sich vorwiegend dem vorbeugenden Brandschutz. Ihr gehörten neun Kameradinnen an. Die Frauengruppe bestand noch bis Ende des 20. Jahrhunderts. Allerdings änderte sich das Aufgabengebiet, da der vorbeugende Brandschutz keine primäre Aufgabe der Feuerwehren mehr war.

In den 80er Jahren gab es mehrere Strohdiemenbrände, die auf Brandstiftung zurückzuführen sind und einen Wohnungsbrand bei Familie Ludwig in der Langenweddinger Straße.“ [2]

Im Jahr 1987 nahm unsere Feuerwehr aktiv an den Festlichkeiten zum 1050jährigen Bestehen des Ortes Hohendodeleben teil und gestaltete den Umzug mit.


Abb. 2: Zeigt die Kameraden und Kameradinnen beim Festumzug durch den Ort, Mitte: Frauengruppe, Links: aktive Einsatzabteilung


Abb. 3: v.l.n.r.: Rainer Behrend, Dietmar Peters, Thorsten Foehr, Hartmut Ritter, Helmut Buschies, Günther Stolz, Günter Bollmann, Klaus Mensing, Bernd Böhmer, Siegfried Drebenstedt, im Hintergrund rechts: Groß Rodensleber Pferdespritze


Abb. 4: v.l.n.r.: Doretta Büchner, Otto Wendlandt, Angela Skiba, Eckardt Bollmann, Günther Stolz (2. Reihe), Rudolf Lindner, Ursula Ritter, Thorsten Foehr, Günter Bollmann, Dietmar Peters, Bernd Böhmer, Rainer Behrend, ..., Andrea Drebenstedt, ..., Heinz Brecht, ..., Gislind Lindner

„Mit der politischen Wende der DDR veränderten sich auch die Feuerwehren. Die Gemeinden sind wieder allein für ihre Feuerwehren verantwortlich und vom Gesetz her verpflichtet, eine Feuerwehr zu unterhalten und auszurüsten. Außerdem gab es gravierende Änderungen der Struktur und Organisation der Feuerwehren. Die Feuerwehr Hohendodeleben gehörte nun zum Unterabschnitt der Verwaltungsgemeinschaft Sarretal und damit zum Abschnitt II des Bördekreises.

Im August 1990 kam es zu einem Weizenfeldbrand zwischen Sportplatz und Kleingartenanlage am Stemmer Weg (Langenweddinger Straße). Aufkommender Wind trieb das Feuer in Richtung Dorf. Durch den Einsatz der Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers verhindert werden.

1993 wurde die Jugendfeuerwehr Hohendodeleben gegründet. Mehrere junge Kameraden fanden so den Weg in die aktive Wehr und konnten ihr Können bereits bei Einsätzen unter Beweis stellen. In der Silvesternacht 1993/94 brannte eine Wohnung in der Gartenstraße.

Da sich die Verkehrssituation in den neuen Ländern änderte, rückte auch die Feuerwehr immer häufiger zu Hilfeleistungseinsätzen aus. Ölspuren und deren Beseitigung prägten das Einsatzgeschehen.

In den Jahren nach der Wende wurden große Anstrengungen seitens der Wehrleitung und der Gemeinde unternommen, um die technische Ausstattung und die Schutzausrüstung der Kameraden der Wehr wesentlich zu verbessern. So konnte zum ersten Mal ein fabrikneues und modernes Tragkraftspritzenfahrzeug - Wasser (TSF-W) angeschafft werden, welches im April 1995 offiziell übergeben wurde.

In Folge des schweren Gefahrgutunfalls der Bahn im Juni 1996 in Schönebeck wurde die Feuerwehr Hohendodeleben ebenfalls eingesetzt. Die Feuerwehr erhielt für ihren Einsatz die Ehrenurkunde des Innenministers des Landes Sachsen-Anhalts. Einen Einsatz der anderen Art musste die Feuerwehr im Juli 1996 bewältigen. Die Bergung von drei Milchkühen, die auf dem Gelände der Bördefrucht GmbH in einen Güllebehälter eingebrochen waren, konnte mit Unterstützung der Firma Kehse realisiert werden.

Die technische Ausstattung der Feuerwehr ermöglicht ebenfalls Hilfeleistungseinsätze nach Verkehrsunfällen. Eingeklemmte Personen können mit den Mitteln der Feuerwehr schnell befreit werden.“ [2]

Quellen:
[2] Jörg Drebenstedt, „Festschrift zum 115jährigen Bestehen der Freiweilligen Feuerwehr Hohendodeleben“, 1996