Letzte Einsätze

04.12.2018  
Wohnungsbrand
16.11.2018  
Brandsicherheitswache
14.10.2018  
Ödlandbrand

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Chronik von 2001 bis Heute

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Hohendodeleben (Jahre 2001 - Heute)

Ab dem Jahr 2001 ist die Geschichte der Feuerwehr Hohendodeleben sehr gut dokumentiert. So ist zum Beispiel vollständig nachvollziehbar, wie viele Einsätze die Kameraden abzuleisten hatten und welche dabei von besonderer Bedeutung waren.

Jahr Einsätze
2001 wird ergänzt
2002 wird ergänzt
2003 wird ergänzt
2004 wird ergänzt
2005 6
2006 24
2007 22
2008 12
2009 8
2010 10
2011  
2012  
2013 17

Tabelle 1: Einsatzzahlen 2001 – Heute



Das Jahr 2006 ist geprägt von mehreren Großereignissen, die sich entweder zahlreich oder sehr zeitintensiv präsentierten. Zuvor starker Bodenfrost und anschließendes Tauwetter mit stärkeren Regenfällen forderten von der Feuerwehr einiges ab. So gab es vom 18.01.2006 bis hin zum 10.03.2006 acht Einsätze in denen das Können in der Hochwasserbekämpfung bewiesen werden musste. Das Autohaus Perski in unserer Gemeinde forderte uns zu jedem der acht Einsätze an, da hier das gesamte Tau- und Regenwasser der Ackerflächen aus Richtung Schleibnitz über das Grundstück lief und von den vorhandenen Regenwasseranlagen nicht aufgenommen wurden konnte.




Abb.1: Hochwasser auf dem Gelände des Autohauses Perski



Weiterhin gab es einen Einsatz am 22.09.2006 in der Stadt Wanzleben, der ein Großaufgebot an Feuerwehreinheiten forderte. In einer Linkskurve verlor ein Laster, beladen mit 15.000 L Heizöl, die Hinterachse seines Aufliegers. Diese bohrte sich dann durch die Außenwand des Tanks und ermöglichte so dem Heizöl den freien Weg auf die Straße, in die Regenwassereinläufe und sogar in die Sarre. Bei diesem Einsatz wurden wir dazu eingesetzt, die Regenwassereinläufe in die Sarre abzudichten, einen provisorischen Damm zusammen mit der Feuerwehr Domersleben zu errichten und anschließend das Öl aus dem Regenwasserrückhaltebecken mit Hilfe eines Spezialfahrzeuges abzupumpen. Nach gut acht Stunden harter Arbeit und einem kurzen Auftritt im MDR konnten wir unsere Heimreise antreten. Der nächste große Einsatz ließ nicht lange auf sich warten. Am 12.11.2006 bemerkte ein Kamerad, der grad mit seinem Privat-PKW aus Wanzleben gekommen ist, dass es in der Kompostieranlage an den Windrädern brannte. Daraufhin gab es um 01:38 Uhr einen Alarm für die Feuerwehren Hohendodeleben, Domersleben und Klein Rodensleben. Die drei anrückenden Feuerwehren sahen sich einem Großbrand gegenüber, der nur mit massiven Wasser- und Technikeinsatz gelöscht werden konnte. So wurden drei Wasserwerfer, zwei C-Rohre und die Drehleiter der Feuerwehr Wanzleben in Stellung gebracht, um die Flammen zu stoppen. Wir konnten durch unsere Maßnahmen ein Großteil des Kompostiergutes, sowie eine Windkraftanlage und eine mehrere zehntausende Euro teure Sortiermaschine vor den Flammen retten. Insgesamt kamen bis zum Montagabend fünf Feuerwehren mit neun Fahrzeugen zum Einsatz.

Das Jahr 2007 wird als stürmisches Jahr in den Köpfen der Kameraden bleiben. Durch viele Vorwarnungen des Deutschen Wetterdienstes, der für den 18.01.2007 und 19.01.2007 eine Warnung vor extremen Unwetter vorhersagt, waren wir bestens auf den bevorstehenden Orkan „Kyrill“ vorbereitet. Gegen 18:20 Uhr am 18.01. fiel im gesamten Ort der Strom aus. Kurz darauf begann eine sehr ereignis- und einsatzreiche Nacht in und um Hohendodeleben. Um 18:30 Uhr wurden wir zu einem Giebeleinsturz in Groß Rodensleben alarmiert. Dieser Giebel hatte den Sturmböen nachgegeben und vier Menschen unter sich begraben. Wir entschieden uns aufgrund des Sturms nur mit dem TSF-W nach Groß Rodensleben zu fahren, um den Ort weiterhin absichern zu können. Unter dem Giebel konnten drei Personen lebend gerettet werden, jedoch kam für eine Person jede Hilfe zu spät. In Hohendodeleben brach anschließend das Chaos aus. Bis in die Morgenstunden des 19.01.2007 hatten wir 13 Einsätze abzuarbeiten, bei denen Bäume umgestüzt oder gar ganze Dächer abgehoben sind. Selbst die Landeshauptstadt Magdeburg ersuchte unsere Hilfe, jedoch war es uns nicht möglich dieses Hilfeersuchen zu erwiedern, da der Verkehrsweg nach Magdeburg aufgrund umgestürzter Starkstrommasten behindert war. Das Jahr 2007 ging relativ ruhig, mit mehreren Ölspuren und drei Bränden zu Ende.



Abb.2: Abgedecktes Scheunendach liegt in der Straße „Hinter den Gärten“


Im Jahr 2008 ging die Anzahl der Einsätze auf zwölf zurück. Was jedoch nicht bedeutet, dass sie weniger ereignisreich waren. Seit langem hatten wir es in diesem Jahr wieder mit Verkehrsunfällen zu tun. Bereits am 04.01.2008 gab es den ersten, relativ glimpflichen, Unfall auf der Kreisstraße nach Domersleben. Hier verlor ein PKW-Fahrer die Kontrolle über sein Auto und prallte seitlich gegen einen Baum. Bilanz des Unfalls: ein Totalschaden, eine leichtverletzte und eine bewusstlose Person. Zu unserer Jahreshauptversammlung am 29.02. folgte dann der nächste Einsatz. Ein aus Domersleben kommender PKW übersah einen auf der Straße parkenden LKW und prallte in dessen Heck. Der PKW steckte bis zur Frontscheibe unter dem Auflieger und der Fahrer hatte wahrlich einen Schutzengel, dass er nicht schneller war und somit unverletzt blieb. Den tragischen Höhepunkt der Unfälle setzte ein Bürger Hohendodelebens, der am 20.04.2008 einen folgenschweren Unfall hatte. Er kam aus Richtung Hohendodeleben und war nach Domersleben unterwegs. In einer Kurve verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte mit dem Dach voran gegen einen Baum. Aufgrund der starken Verformungen des PKW gelang es uns nur mit größter Mühe und einer längeren Zeit die Person zu befreien. Der Rettungsdienst startete sofort mit der Reanimierung, jedoch verstarb der Fahrer im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.



Abb.3: Einsatzkräfte kämpfen um das Leben des verunfallten am 20.04.2008


Über das Jahr 2009 gibt es nicht viel zu berichten. Nach drei sehr ereignisreichen Jahren, waren im Jahr 2009 nur fünf Ölspuren, zwei Brandsicherheitswachen und eine Einstzübung zu absolvieren. Somit hatten wir mal wieder Gelegenheit zum Aufatmen.

2010 wurde im Bereich der Organisation der Feuerwehr ein sehr unruhiges Jahr. Das Bundesland Sachsen-Anhalt führt eine Gebietsreform durch, im Zuge derer aus vielen kleinen Gemeinden mehrere große werden sollten. So wurde aus unserer Gemeinde ein Ortsteil der Stadt Wanzleben und es wurde die Einheitsgemeinde „Stadt Wanzleben – Börde“ am 01.01.2010 gegründet. Auch wir waren nun als Feuerwehr nicht mehr eigenständig und schlossen uns mit 12 weiteren Feuerwehren zusammen. Die Wehrleitung der Feuerwehr Hohendodeleben blieb jedoch bestehen, wurde aber der Stadtwehrleitung untergeordnet. Als Stadtwehrleiter wurde Kamerad Burkhard Wegner gewählt. Er bekam drei Stellvertreter an seine Seite gestellt, die Kameraden Sven Nevermann aus Wanzleben, Andreas Uhde aus Remkersleben und Sven Drebenstedt aus Hohendodeleben. Die nun bestehende Ortsfeuerwehr Hohendodeleben entwickelte sich in Sachen Fahrzeugtechnik weiter und schaffte ein Löschfahrzeug vom Typ LF 20/16 im Wert von 244.000 Euro an. Dieses lang ersehnte Fahrzeuge war das Ergebnis jahrelanger Arbeit vieler Kameraden, der Gemeinde Hohendodelebens und des Bürgermeisters Wolf-Burkhard Bach. Durch dieses Fahrzeug sollen die beiden Fahrzeuge MTF (LO) und das TLF 15 ersetzt werden. Einsatztechnisch verlief das Jahr 2010 ähnlich ruhig wie 2009. Die Region hatte jedoch am Anfang, sowie am Ende des Jahres mit Schneemengen von bis zu einem halben Meter und starken Schneeverwehungen zu kämpfen. Auch wir kamen hier zum Einsatz, indem wir ein Dach von Schnee freiräumten, Äste entfernten, die von Bäumen abzubrechen drohten und einige PKW aus den Schneemassen befreiten. Auch unser erster Einsatz auf der Autobahn A14 erfolgte in 2010, als wir alarmiert wurden, einen Böschungsbrand zu löschen.



Abb.5: Gruppenfoto bei der Fahrzeugabholung, v.l.n.r Marcus Drebenstedt, Günter Stolz, Herr Barlösius (Iveco), Siegfried Drebenstedt, Wehrleiter Jörg Drebenstedt, Herr Jenna (Iveco), Sven Adler, Herr Lange (Iveco) und kniend Sven Drebenstedt


Abb.4: Kameraden der Feuerwehr Magdeburg-Ottersleben beim Löschen des Böschungsbrandes an der A14